Silberling – Diesen bekannten Spitznamen verdanken die Nahverkehrswagen der Gattungsbezeichnungen B4nb-59 ihrem Wagenkasten aus poliertem Edelstahl. Die Wagen wurden zwischen 1958 und 1981 in mehren tausend Exemplaren gebaut und sind als umgebaute Fahrzeuge bis heute bei DB Regio im Einsatz.. Erste Prototypen wurden 1958 beschafft, sie waren entsprechend dem damaligen Farbschema grün lackiert.
Ab 1959 wurden die ersten Serienwagen als Wagen zweiter Klasse in Dienst gestellt um Zug um Zug die nach dem Krieg notdürftig instandgesetzten Umbauwagen abzulösen. Merkmal der Serienwagen war die unlackierte Außenhaut aus Edelstahl (Nirosta) und das dafür typische aufpolierte Pfauenaugenmuster
Um schneller an eine große Zahl neuer Wagen zu gelangen, wurden auch die Ausbesserungswerke (AW) der DB in das Beschaffungsprogramm einbezogen. Diese AW nutzten für den Bau vorhandene Materialien und verwendeten brauchbare Einzelteile aus alten Wagen. So wurde unser Wagen im Jahr 1962 durch das AW Karlsruhe hergestellt.
Die letzten Wagen in silberner Originalausführung sowie ursprünglicher Inneneinrichtung aus den 50er-Jahren schieden am 21. Dezember 2004 aus dem fahrplanmäßigen Dienst aus.
Der DGEG ist es gelungen, einen der wenigen übergebliebenen Wagen zu übernehmen. Der Wagen ist betriebsbereit und Teil des Museumszuges.